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Architektur
und die Neuen Medien
Die Neuen Medien bieten hervorragende technische Möglichkeiten
für
die Realisierung interaktiver Anwendungen, Präsentationen und
Informationsumgebungen. Technik allein jedoch - nicht einmal die
neueste, beste, schnellste und teuerste - löst die gestellten
Aufgaben
nicht.
"Architektonik [griech.-lat.]
der streng und planmäßig gegliederte Aufbau eines Kunstwerks,
Lehre o.ä.; von der Baukunst übertragen"
Eine solide Informationsarchitektur (IA) ist unbedingte Voraussetzung
für
die Realisierung, ebenso wie das Fundament für ein neues Haus.
"Architektur:
... Durch den Willen, Dauerhaftes zu schaffen, wurde aus
den naturgegebenen Mitteln (Lehm, Äste, lose Steine etc.)
Stoffe mit konstruktiven Möglichkeiten entwickelt..."
Die "naturgegebenen" Mittel der Neuen Medien weisen meist
zahlreiche
Tücken und Mängel auf und befinden sich aufgrund stetiger
Weiter-
entwicklung auch im dauernden Wandel.
Entsprechend hoch müssen die Ansprüche an die daraus zu
entwickeln-
den "Stoffe mit konstruktiven Möglichkeiten" sowie
die hierfür verwendeten
Werkzeuge und Methoden sein. Diese Stoffe müssen sehr robust
sein, um
die Tücken und Schwächen sowohl ihrer Ausgangsmittel also
auch nutzer-
seitiges Ausnahmeverhalten kompensieren zu können. Sie müssen
dabei
aber immer flexibel und offen für Anpassungen der Ausgangsmittel
bleiben
ohne dass dies sich nachteilig auf das Gesamtwerk auswirkt.
Zweifellos lauern hier große Projektrisiken, welche möglichst
früh erkannt
und dann stets im Auge behalten werden müssen. |
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